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Junge Nationaldemokraten (JN) gründen hessischen Landesverband neu

In Wölfersheim (Wetterau-Kreis) wurde gestern der hessische Landesverband der JN (wieder-)gegründet. Nachdem im Herbst 2007 der damalige Vorsitzende der JN Hessen, Simon Zimmermann, die Jugendorganisation der NPD verließ und fast der gesamte Vorstand zurücktrat, leitete Stefan Jagsch (22, Altenstadt, Mitglied des Wetterauer Kreistags) den hessischen Ableger kommissarisch und war an dessen (Neu-)Aufbau maßgeblich beteiligt. Er wurde gestern auf dem Gründungskongreß, auf dem auch der JN-Bundesvorsitzende Michael Schäfer sowie der Chef der Hessen-NPD Jörg Krebs anwesend waren, zum Landesvorsitzenden der JN Hessen gewählt. Neben ihm gehören außerdem Eike Grunewald (19, Frankfurt/Main), Timo Neubert (27, Michelstadt), Lisa Schum (20, Gelnhausen), Jörg Schott (25, Haunetal), Carolin Grohs (28, Aßlar) und Martin Braun (18, Bad Hersfeld) dem Landesvorstand an.
Die Antifaschistische Bildungsinitiative e.V. (Antifa-BI) schätzt das Personenpotenzial der Jungen Nationaldemokraten Hessens auf maximal 30.

[Update] 1. Mai/Mainz: Aufruf, Mobi-Video, Vorabenddemo

Das Mobi-Video für den Nazi-Aufmarsch am 1. Mai in Mainz ist online. (siehe Sidebar---->)

Am Vorabbend (30. April) findet in Wiesbaden, Kranzplatz um 19 Uhr eine Antifa-Demo unter dem Motto „Gegen Nazis, Deutschland und Arbeitswahn“ statt.

Außerdem ist der Aufruf des AK Antifa Mainz online. Wir unterstützen diesen und rufen dazu auf sich an den antifaschistischen Aktionen rund um den 1. Mai in Mainz zu beteiligen.


Antifascist Work_out: Strike the match!


Gegen Deutschland, Arbeitswahn und Neonazis!


„We ain‘t gotta dream no more, man.“


Stringer Bell

Am 1. Mai wollen Neonazis aus dem Spektrum der NPD sowie der Freien Kameradschaften in Mainz aufmarschieren. Neben Mainz wollen Nazis am „Tag der Arbeit“ auch in anderen Städten auf die Straße gehen. So sind Demonstrationen in Hannover und Ulm angemeldet worden. Mainz stellt in dieser Reihe einen wichtigen Aufmarschort für die NS-Szene aus dem Südwesten Deutschlands dar. Neonazis versuchen seit einigen Jahren verstärkt zum 1.Mai Demonstrationen in diversen Regionen Deutschlands durchzuführen, um mit einer breiten Mobilisierung innerhalb und außerhalb der Szene Präsenz zu zeigen. (mehr…)

8./9. Mai Köln: Antinationale Demonstration und „Anti-Islam-Kongress“, der 2. Versuch

DE*NATIONALIZE! EUROPA.DEUTSCHLAND.KÖLN – ALLES SCHEISSE!

Am 9.Mai 2009 – zum Europatag – will die rechtspopulistische Partei “Pro Köln” ihren im September gescheiterten „Anti-Islam-Kongress“ wiederholen. Nach dem Desaster geben sich dabei die „Haiders vom Rhein“ kämpferisch, unter dem Motto: „Wir sind das Volk!“ sollen über zweitausend Rechtspopulist_innen gegen „Islamisierung und Überfremdung des christlichen Abendlandes“ nach Köln kommen. Gegen diesen Event mobilisieren eine ganze Reihe von linken & zivilgesellschaftlichen Playern. Jedoch geht es dieser „kölschen Volksfront“ nur um die Rettung von Demokratie & bessere Nation.

Daher ruft der Antifa AK Köln dazu auf, statt mit den kölschen Jecken gegen Rechts zu schunkeln am 8.Mai die Kritik am staatsbürgerlichen Geschichtsrevisionismus, der Abfeierei der Nationen Europa & Deutschland auf die Straße zu tragen.

Aufruf und weitere Infos

Fast 2.000 Teilnehmer im antinationalen und sozialrevolutionären Block / Rede von Oskar Lafontaine massiv gestört

Ungefähr 2.000 Menschen nahmen heute am sozialrevolutionären und antinationalen Block teil. Dieser führte ab der Bockenheimer Warte den Zug der Großdemonstration in Frankfurt „Wir zahlen nicht für eure Krise“, zu der zahlreiche Gewerkschaften, Verbände und Parteien mobilisiert hatten, an.
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BFF-Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag der alliierten Luftangriffe auf Frankfurt

UPDATE
Aktualisierter Bericht von antifa-frankfurt.org

25 TeilnehmerInnen beim Revanchisten-Gedenken

Am 22. März 2009 folgten etwa 25 Menschen der Aufforderung der Bürger für Frankfurt (BFF), der Bombardierung Frankfurts durch eine Trauerkundgebung auf dem Römer zu Gedenken. Am 18. und 22. März 1944 war die Frankfurter Innenstadt bei einem Luftangriff der Alliierten zerstört worden. Die deutschen Verbrechen sollten mit der kleinen Kundgebung, wenn schon nicht geleugnet, so zumindest durch den Verweis auf die Bombenopfer stark relativiert werden. Einige Antifas riefen während der kurzen Rede Hübners Parolen und erregten damit bei den BFFlern große Empörung.

Proteste gegen geschichtsrevisionistische Kungebung (autonome antifa[f]
[FFM]: Gedenken an Bombentote gestört (Indymedia)

Hübner und die BFF behaupten, am Abend des 22. März tätlich angegriffen worden zu sein. Der BFF-Abgeordnete Hans-Günter Müller wurde dabei nach eigenen Angaben leicht verletzt. An Müllers Haus wurde außerdem die Parole „Hier wohnt ein Nazi“ gesprüht, was er als „Angriff auf den Staat“ wertete. Offensichtlich hat sich Müller das Motto des absolutistischen Herrschers Ludwig XIV „Der Staat bin ich“ zu eigen gemacht. FR

Update 27.3.: Die Stadtverordnetenversammlug hat dazu am 26. März eine Resolution verabschiedet, in der sie „die Angriffe auf zwei Stadtverordnete … entschieden verurteilt“. Es wird darin weder die rechte Politik des BFF noch die revisionistische Kundgebung des BFF kritisiert, die Anlaß für die Angriffe auf die beiden BFF-Abgeordneten gewesen sein soll. Die Resolution, von BFF über die CDU bis zur Linken von allen Fraktionen getragen wurde, wurde ohne Aussprache verlesen. Der einzige Gegner dieser Resolution wäre ohnehin ÖkoLinx gewesen, deren Einwände hier nachlesbar sind.

Vor fünf Jahren waren die Veranstaltungen des BFF zum 60. Jahrestag der Bombardierung Frankfurts stark gestört worden.

Mobi-Seite zum Nazi-Aufmarsch in Mainz online!

Strike the Match!
Gegen Nazis, Deutschland und Arbeitswahn!

MAI.BLOGSPORT.DE

Erster Mai: Nazis melden Demo für Mainz an

Pressemitteilung des AK Antifa Mainz:
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Neonazis planen offenbar Aufmarsch in Mainz am 1. Mai +++ Antifa kündigt Gegenaktionen an +++ Antifa-Sprecher: „Sollte es zu diesem Aufmarsch kommen, werden wir entsprechend reagieren.“

Neonazis haben für den 1. Mai einen Aufmarsch in Mainz angekündigt. In neonazistischen Internet-Foren und auf der Seite der so genannten „Kameradschaft Nordpfalz“ wird für einen Demonstration unter dem Motto: „Sozial geht nur National“ geworben. Dieses Motto nutzt die NS-Szene seit Jahren für ihre Mai-Mobilisierungen. Dahinter steht die Ideologie eines völkischen Antikapitalismus, der auf einer falschen Auffassung über die kapitalistischen Vergesellschaftung basiert. Die Forderung nach einer an „Volk und Heimat orientierten nationalen Volkswirtschaft“ ist in der Konsequenz antisemitisch und rassistisch. „Unabhängig vom konkreten ideologischen Gehalt des Aufrufs ist es immer und überall unterträglich, wenn WiedergängerInnen der nationalsozialistischen MassenmörderInnen aufmarschieren.“, meint Christian Struck, Sprecher des AK Antifa Mainz. Daher kündigt der AK Antifa für den Fall des Aufmarschs Gegenaktionen an. Hinter der Anmeldung steht die so genannte „Initiative Südwest“, unter deren Namen schon Aufmärsche in Alzey sowie in Saulheim und Wörrstadt angemeldet wurden. Als Anmelder fungierte mehrfach der NPD-Aktivist Matthias Kairies, der vermutlich auch diesmal Anmelder ist. Die Gruppe steht in engem Kontakt zur Szene um den führenden NS-Kader in der Region Mainz/Wiesbaden Mario Matthes. So verwundert es auch nicht, dass neben den NPD-Kreisverbänden Naheland und Alzey-Worms auch die von Matthes gegründeten „Nationalen Sozialisten Mainz-Bingen“ als Unterstützer unter dem Aufruf stehen.
Verwunderlich ist eher, dass in diesem Jahr offenbar nicht der fast schon traditionelle Doppelaufmarsch der südwestdeutschen NS-Szene stattfindet. Zudem hatte die Initiative Südwest bei den Doppelaufmärschen der letzten Jahre, wie z.B. letztes Jahr in Kaiserslautern und Neustadt, keine tragende Rolle inne. Diese wurden wesentlich vom so genannten „Aktionsbüro Rhein-Neckar“ organisiert. Christian Struck wundert sich außerdem darüber, dass man in der Region offenbar darauf verzichtet, zum geplanten Großaufmarsch nach Hannover zu mobilisieren: „Der Aufmarsch in Hannover sollte ein Highlight für die bundesweite NS-Szene werden. Das scheint die lokalen Nazis nicht zu interessieren.“

Der AK Antifa wird die Entwicklungen in der Szene beobachten und befindet sich schon in den Planungen zu Gegenaktivitäten. Struck „Sollte es zu diesem Aufmarsch kommen, werden wir entsprechend reagieren.“
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Infos unter: mainz.antifa.net

FFM: Krisendemo 28.03. mit sozialrevolutionären und antinationalen Block

staat.nation.kapital.scheisse. Für die soziale Revolution.

Aufruf zum sozialrevolutionären und antinationalen Block auf der Krisen-Demo am 28.03. in Frankfurt/M

Die Wirtschaftskrise, an deren Beginn wir stehen, ist die schwerste Krise seit dem Crash der Weltwirtschaft in den 1930er Jahren. Damals war der Finanzkrach von 1929 erst das Vorbeben der großen Krise, mit ihren Millionen von Arbeitslosen und massenhafter Verelendung und dem „Konjunkturprogramm“ Aufrüstung und Krieg. Kommen wie damals die dicken Brocken in den nächsten ein bis zwei Jahren also erst noch auf uns zu?

Verantwortlich für die Krise sind nicht irgendwelche gierigen Finanzmanager und Spekulanten. Auch nicht die ArbeiterInnen in den USA, die ihre Häuser mit Krediten kaufen mussten, die sie nicht zurückzahlen konnten. Es ist die „freie Marktwirtschaft“ selbst, das kapitalistische Wirtschaftssystem, das immer wieder eine Überproduktion an Waren erzeugt, die keine Käufer mehr finden. Hinzu kommt, dass das Kapital durch die Produktion von Waren, also durch die Ausbeutung unserer Arbeit, keinen „ausreichenden“ Profit mehr erzielt und deshalb z.B. in spekulative „Finanzprodukte“ investiert hat.
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